Aktuelles zum Forstrevier Buocher Höhe
hier: Informationsgespräch mit Förster Andreas Münz
Förster Andreas Münz erläuterte in der Sitzung die Forst- und Holzmarktsituation im vergangenen Jahr. Demnach sind im Rechnungsjahr 2009 1.177 Festmeter (Fm) Holz im Gemeindewald eingeschlagen worden, davon 70 Prozent Buchenholz, 12 Prozent Eiche, 7 Prozent Kiefer und 4 Prozent Lärche. Auf weitere Baumarten entfielen 7 Prozent. Herr Münz berichtete, dass 97 Prozent planmäßig eingeschlagen wurden, 2 Prozent des Holzeinschlags waren auf Dürreschänden bei der Buche zurückzuführen, 1 weiteres Prozent auf eine Umwandlung für einen Polizeifunkmast. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise im Frühjahr 2009 war der Holzmarkt nicht aufnahmefähig genug, um den Plan von 1.500 Fm Holzeinschlag zu erfüllen, weshalb mit 1.277 Fm nur 78 Prozent eingeschlagen wurden. Erfreulich ist, dass das zweite Jahr in Folge keine Borkenkäferbefälle und Sturmwürfe zu beklagen waren. Herr Münz informierte weiter darüber, dass im Rechnungsjahr 2009 auf ca. 10 Hektar Wiederaufforstungsflächen der erste Pflegeeingriff vorgenommen wurde. Vom Land Baden-Württemberg hat die Gemeinde hierfür rund 6.200 Euro Fördergelder erhalten. Wie der Förster betonte, sind die Aufforstungsflächen in gutem Zustand und verfügen über sehr artenreiche Bestände. Neben der dominierenden Buche seien viele Baumarten wie Lärche, Douglasie, Fichte, Kiefer, Eiche, Esche und Ahorn vorhanden. Insgesamt wurden in den inzwischen sieben Jahren der Forsteinrichtungsperiode 7.319 Fm Holz, d.h. rund 1.050 Fm/Jahr eingeschlagen. Durch die Einschlagszurückhaltung sind in diesem Zeitraum 3.531 Fm Reservemengen entstanden, die einen Teil der hohen Holzanfälle der beiden großen Stürme der letzten Jahre ausgleichen, betonte Herr Münz. Allein der Sturm „Lothar“ im Dezember 1999 hatte 7.800 Fm Holz geworfen. Der Förster gab auch einen Ausblick auf das Jahr 2010, in welchem im Gemeindewald Remshalden ein Gesamteinschlag von 1.500 Fm vorgegeben sind. Die Hiebsorte seien im Grunbacher Wald, im Buocher Wald und im Geradstettener Wald geplant. Auf Nachfrage aus dem Gremium erläuterte Herr Münz darüber hinaus die Preisentwicklung für geschlagenes Holz. Die Brennholzpreise sind mit 52 Euro für den Fm Buche und 47 Euro für den Fm Eiche stabil geblieben, erfreulicherweise ist eine sehr hohe Nachfrage zu verzeichnen. In einem guten Zustand seien aus seiner Sicht auch die Wege im Gemeindewald, betonte Herr Münz. Auch die interkommunale Zusammenarbeit in der Forstarbeit bewertete der Förster positiv. Angesprochen auf abgestorbene Bäume im Gemeindewald verwies er auf das sogenannte Totholz-Programm, in dessen Rahmen man ganz bewusst morsche oder tote Bäume abseits der Wege für fünf bis zehn Jahre stehen lässt, um vor allem den im Wald lebenden Tierarten wertvollen Lebensraum zu erhalten.
Straßenfest Remshalden
hier: Maßnahmen zur Alkoholprävention bei Jugendlichen
Der Verwaltungsausschuss nahm Kenntnis von den Aktivitäten der Gemeindeverwaltung zur Alkoholprävention bei Jugendlichen auf dem Remshaldener Straßenfest. Im Rahmen des letzten Straßenfestes waren zahlreiche Jugendliche aufgefallen, weil sie zu viel Alkohol konsumiert hatten. Neben den massiven gesundheitlichen Folgen leiden hierunter auch die Sicherheit sowie die öffentliche Ordnung, insbesondere durch Lärmbelästigung und Verunreinigung des Festgeländes und der näheren Umgebung durch (zertrümmerte) Flaschen. Von der Verwaltung wurde mitgeteilt, dass beabsichtigt wird, in Kooperation mit der Polizei, dem Kreisjugendamt und den örtlichen Vereinen ein entsprechendes Maßnahmenpaket umzusetzen. Hierzu fand am 2. März ein erstes Gespräch der Gemeindeverwaltung mit Vertretern der Polizeidirektion Waiblingen und dem örtlichen Polizeiposten sowie einem Vertreter des Kreisjugendamtes (Referat Jugendarbeit) statt um mögliche Maßnahmen zu erörtern. Das erarbeitete Maßnahmenpaket wurde in der Sitzung vorgestellt. Es umfasst zum einen verstärkte Kontrollen auf dem Festgelände und an den Ständen, hierzu wurde von der Polizei bereits eine Aufstockung des Einsatzpersonals am Samstagabend des Straßenfestes zugesagt. Zum anderen beabsichtigt die Verwaltung das Ende des Ausschankes auf 1.30 Uhr festzulegen, Ende des Straßenfestes ist wie bislang um 2 Uhr. Ferner wurde mitgeteilt, dass die Vereine in Zukunft deutlicher in die Pflicht genommen werden sollen. So werden im Vorfeld von den Standbetreibern Kontaktdaten von verantwortlichen Personen für die Stände eingefordert, zudem wird verstärkt darauf geachtet, dass keine Jugendlichen für den Ausschank von Alkohol eingeteilt werden. Die Standbetreiber werden außerdem angehalten, verstärkt Ausweiskontrollen durchzuführen. Auch soll von den Standbetreibern vorab eine schriftliche Erklärung eingeholt werden, dass diese und weitere Vorgaben der Gemeindeverwaltung anerkannt und umgesetzt werden. Das Engagement der Gemeindeverwaltung fand die Zustimmung des Verwaltungsausschusses. Insbesondere durch die erhöhte Polizeipräsenz versprachen sich Mitglieder des Gremiums eine Besserung der aktuellen Problemsituation. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass die praktische Handhabung in der Umsetzung der geplanten Maßnahmen schwierig sei. GR Läpple regte eine Einbeziehung des Jugendhauses an. In Kooperation mit dem Kreisjugendamt könne dieses auf dem Straßenfest einen Infostand zum Thema Alkoholprävention anbieten. Die Verwaltung begrüßte den Vorschlag und wird diese Anregung weiterverfolgen.
Mitteilungsblatt Remshalden
hier: Modifizierung der Richtlinien
Von der Gemeindeverwaltung wurde mitgeteilt, dass die Redaktion des Mitteilungsblattes seit geraumer Zeit vermehrt Beiträge erhält, welche die Veröffentlichung von Hinweisen in Plakatform vorsehen. Um eine Gleichbehandlung dieser Anfragen gewährleisten zu können, sei eine Modifizierung der Richtlinien notwendig geworden. Der Verwaltungsausschuss beschloss in der Sitzung die Änderung der Richtlinien für die Veröffentlichung des Mitteilungsblattes der Gemeinde Remshalden insbesondere dahingehend, dass Hinweise in Form von Plakaten auf Veranstaltungen von allgemeinem Interesse mit einer maximalen Größe von ¼ Seite künftig nur noch einmalig im redaktionellen Teil des Mitteilungsblattes möglich sind, bei den Vereinsnachrichten im Rahmen der zulässigen 26 Zeilen.
Verschiedenes
Verschiebung der Kreisputzete am Samstag, den 13. März 2010
Der Leiter des Sozial- und Ordnungsamtes Rainer Hackspacher, gab bekannt, dass die Kreisputzete des Rems- Murr- Kreises wegen des erneuten Wintereinbruchs vom 13. März auf den 27. März verlegt wurde.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.