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Rathaus | Remshalden 2010 | Global-lokal

Die "Agenda 21", die in Remshalden unter der Bezeichnung "Bürgerbeteiligung in Remshalden" eingeführt ist, ist ein internationales Aktionsprogramm, welches 1992 in der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio verabschiedet wurde. Unter dem Motto "Global denken - lokal handeln" beschlossen die Teilnehmerstaaten einen Fahrplan für das 21. Jahrhundert mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen für alle Menschen und in allen Erdteilen jetzt und künftig zu sichern.
"Nachhaltigkeit" ist seit dem Umweltgipfel zu einem Schlagwort geworden. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft und besagt, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen wird, wie wieder nachwächst. "Nachhaltigkeit" drückt also eine Form des Wirtschaftens aus, bei der von den Erträgen der Natur, den Zinsen des Kapitals vergleichbar, gelebt wird, nicht aber vom Kapital bzw. der Substanz selbst.
Die Agenda 21 enthält viele bekannte Forderungen aus der Umwelt- und Entwicklungspolitik. Neu ist allerdings, dass bei allen Maßnahmen Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit eine Einheit bilden. Auf diesen drei Säulen beruht eine nachhaltige Entwicklung, oder anders ausgedrückt: eine Entwicklung ist erst dann nachhaltig, wenn sie umweltverträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig ist. Fünf Arbeitskommissionen des Gemeinderates haben sich grundsätzlich mit den Vorschlägen der Gemeindeverwaltung auseinandergesetzt und kommunale Ziele angesteuert. Man war sich darüber einig, dass damit die Suche nach dem zukunftsträchtigen Weg für Remshalden nicht abgeschlossen war.
Der Bürgerbeteiligungprozess "Remshalden 2010 - Leben zwischen Wald und Reben" wurde nach der Erstellung des Gemeindeleitbildes mit der Auftaktveranstaltung am 21.07.2000 in Gang gesetzt. Angestrebt wurde und wird damit ein Dreiklang von ökologischem, ökonomischem und sozialem Selbstverständnis.
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